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Mittwoch, 8. Oktober 2008, 16:25
150 Jahre Kaffeehauskultur auf Weltniveau

Was in Wien das Sacher oder in Bratislava das Mayer (siehe Bericht hier) ist in Budapest das Gerbeaud. Vor 150 Jahren, also 1858, wurde Budapests berühmtestes Kaffeehaus von Henrik Kugler (seinerseits bereits Konditor in der 3. Generation) gegründet und in den 1880er-Jahren nach und nach an dessen Geschäftspartner Emil Gerbeaud verkauft. Natürlich bekam auch das berühmte Café die Auswirkungen des Kommunismus zu spüren. Seit 1995 gehört es dem deutschen Drogerie-Ketten-Betreiber Erwin Franz Müller, der das innenarchitektonische Juwel aufwändig restaurieren ließ und vor 10 Jahren neu eröffnete.

lebensfreude.cc-Co-Autor Stephan Schmatz konnte sich letztes Wochenende von der Qualität der Mehlspeisen persönlich überzeugen. Das Servicepersonal ist mehrsprachig, freundlich und flink - hier könnte sich manch grantelnder Wiener Ober ein Beispiel nehmen. Preislich hat das Gerbeaud zwar schon längst "westeuropäisches" Niveau, was sich aber angesichts der Atmosphäre, die schon immer Weltniveau hatte, durchaus verschmerzen lässt.
Mehr über das Gerbeaud unter http://www.gerbeaud.hu.
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